AKJ stat
Forschungsverbund DJI

Einsichten in die Hilfen zur Erziehung

Jeder vierte Euro für Leistungen und Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe wird für die Finanzierung von notwendigen Hilfen zur Erziehung ausgegeben. Mit zuletzt (2010) knapp 6,9 Mrd. EUR ist dieser Posten nach der Kindertagesbetreuung der ausgabenstärkste. Für eine empirische Dauerbeobachtung auf der Basis der amtlichen Statistik wurde nicht zuletzt deshalb schon Anfang der 1990er-Jahre eine differenzierte Statistik eingeführt. Mit der Erhebung für das Jahr 2007 ist die amtliche Erfassung für diesen Bereich umgestellt worden. Das Instrument musste aktuellen fachllichen Entwicklungen angepasst werden. Zudem war es an der Zeit, Verfahrensfragen im Sinne der Auskunftspflichtigen neu zu regeln. Kurzum: Dieser Teil der Statistik musste bei all ihren Verdiensten generalüberholt werden.


Mit der überarbeiteten Statistik ist es möglich, das Spektrum der in Anspruch genommenen Hilfen zur Erziehung vollständig abzubilden. Es gibt keinen Fortschreibungsfehler mehr, die sich jenseits des etablierten Leistungsspektrums in den letzten Jahren entwickelnden Hilfeformen werden erfasst und endlich können Aussagen zum Umfang und zur Klientel von Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen gemacht werden. Es liegen zudem zum Teil sozialpolitisch brisante Informationen über die Lebenslagen von Familien vor, bei denen die Erziehung ihrer Kinder sozialpädagogisch zumindest begleitet und unterstützt, mitunter auch ersetzt werden muss.
Im Folgenden werden erste Analysen auf der Basis dieses Datenkorpus für die Hilfen zur Erziehung vorgestellt.

Analysen und Befunde (Auswahl)

Hilfen zur Erziehung im Gesamtüberblick

Fallzahlenvolumen und Spektrum der "27er-Hilfen"

Neue Einsichten in die sozialen Zusammenhänge der Adressaten der Kinder- und Jugendhilfe

Regionale Unterschiede bei der Fremdunterbringung