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Forschungsverbund DJI

Ausgabe 3/2006 (Download als PDF)

Editorial 


KomDat steht ganz im Zeichen der Aktualität. Gemeint ist damit diesmal nicht nur die Kommentierung der neuesten Ergebnisse, sondern auch die Erläuterung der Veränderungen beim Erhebungskonzept der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik.
Im Fokus des Heftes stehen gleichwohl aktuelle Trends. So signalisieren die Daten zu den finanziellen Ausgaben keinen weiteren Anstieg, sondern eine Konsolidierung der Gesamtaufwendungen für die Kinder- und Jugendhilfe. Allerdings ist dies das Resultat divergierender regionaler und arbeitsfeldspezifischer Entwicklungen. Keineswegs stabil zeigt sich das Fallzahlenvolumen bei den familienersetzenden Hilfen zur Erziehung. Vielmehr ist seit dem Jahre 2000 die Zahl der Heimunterbringungen zurückgegangen und die der Vollzeitpflegehilfen gestiegen. Dies schließt an Trends der 1980er-Jahre an.
In den nächsten Wochen werden seitens der amtlichen Statistik politisch relevante Daten zu den Kindern in Kindertageseinrichtungen und in Tagespflege sowie zu den Fachkräften erwartet. Einen Anfang hat Baden-Württemberg Mitte Dezember gemacht. KomDat greift erste Eckwerte auf.

Konsolidierungskurs für die Kinder- und Jugendhilfe - Ausgabenentwicklung stagniert

Die Kinder- und Jugendhilfe musste sich bis zum Jahre 2003 immer wieder der Kritik stellen, dass die öffentlichen Ausgaben kontinuierlich gestiegen sind. Zwischen 2003 und 2004 waren die finanziellen Aufwendungen nominal erstmals auf dem gleichen Niveau geblieben. Dieser Trend hat sich ein Jahr später, bis 2005, weiter fortgesetzt.

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