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Forschungsverbund DJI

Ausgabe 3/2005 (Download als PDF)

 

Editorial


Mit dem »Tagesbetreuungsausbaugesetz« (TAG) sowie dem »KICK« hat bzw. wird sich die Kinder- und Jugendhilfe an entscheidenden Stellen, wie z.B. hinsichtlich eines qualitätsorientierten und bedarfsgerechten Bildungs- und Betreuungsangebots, verändern. Laut Koalitionsvertrag wird die neue Bundesregierung diesen Weg fortsetzen.

Der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik wird dabei als Beobachtungs- und Entscheidungshilfe eine zentrale Bedeutung zukommen. So soll das neu im SGB VIII verankerte und mit der amtlichen Statistik verschränkte Berichtswesen zur öffentlich organisierten Kinderbetreuung (§ 24a, 3 SGB VIII) dazu genutzt werden, den Ausbaustand eines Betreuungsangebots für unter 3-Jährige politisch zu begleiten. Für andere Felder der Jugendhilfe wird man statistische Daten benötigen, um die Auswirkungen des KICK zu evaluieren.

Doch bei dem vorgelegten Programm wird die Statistik auch an ihre Grenzen stoßen. Deutlich hebt der Koalitionsvertrag die Rolle der Jugendverbände hervor. Allein ist die amtliche Statistik bislang nur rudimentär dazu in der Lage, die Arbeit von Trägern in der Jugendarbeit zu dokumentieren. Hier besteht ein Qualifizierungsbedarf.

Erstmals kein weiterer Ausgabenanstieg im Westen - Rückgang im Osten  

Nachdem in den Jahren 2001 und 2002 die öffentlichen Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe noch um 4% bzw. 5% gestiegen sind, fiel die Zunahme der Ausgaben zwischen 2002 und 2003 mit 2,2% geringer aus. Zwischen 2003 und 2004 hat der Ausgabenanstieg nun ein vorläufiges Ende gefunden. Preisbereinigt ergibt sich sogar ein Ausgabenrückgang um 1,3%.

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