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Forschungsverbund DJI

Ausgabe 1/2004 (Download als PDF)

Editorial


Noch vor dem Jahresende 2003 - nach nicht einmal einem Jahr - hat das Statistische Bundesamt in Pressemitteilungen auf erste Eckdaten zu der Vollerhebung zu den Einrichtungen und tätigen Personen zum 31.12.2002 in der Kinder- und Jugendhilfe hingewiesen. Für uns ist dies Anlass, in dieser Ausgabe brennglasartig die Strukturen der Jugendhilfe, also Personal, Einrichtungen, Finanzen in den Mittelpunkt zu stellen.

Insgesamt wurden zum 31.12.2002 bundesweit 568.249 tätige Personen in Arbeitsfeldern der Jugendhilfe gezählt; das sind knapp 4.900 Beschäftigte oder aber 0,9% weniger als noch 1998 (573.128). Der mit Abstand größte Teil mit 374.170 Personen arbeitet in den Kindertageseinrichtungen (59%), gefolgt von den Hilfen zur Erziehung mit 60.175 (11%) und der Jugendarbeit mit 32.099 (6%) Beschäftigten. Angesichts der Datenfülle und der Heterogenität der Kinder- und Jugendhilfe kann dieses Heft nur einen ersten Einblick geben. Dennoch eröffnet bereits dieser eine Fülle an Einsichten in die Entwicklung einer Jugendhilfe, die angesichts der Botschaften in der Summe die Daten nachdenklicher zur Kenntnis nehmen muss als in den Jahrzehnten zuvor.

Ausgabenanstieg in den westlichen Ländern 

Nachdem die Ausgaben der öffentlichen Hand für die Kinder- und Jugendhilfe zwischen 1997 und 2000 unter Berücksichtigung der Preissteigerungsraten praktisch konstant geblieben sind, verzeichnen die Ausgaben in den Jahren 2001 und 2002 wieder einen merklichen Anstieg. Insbesondere die Steigerung zwischen 2001 und 2002 um 5% stellt eine unerwartete Entwicklung dar. Der Beitrag geht daher vorrangig der Frage nach, wie dieser Ausgabenanstieg zu erklären ist (vgl. ausführlich Schilling 2004).

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