AKJ stat
Forschungsverbund DJI

Ausgabe 3/2002 (Download als PDF)

 

Editorial

"Auch Statistik ist veränderbar" - Dieser Titel eines Beitrages von u.a. F.J. Kolvenbach, Ansprechpartner im Statistischen Bundesamt für die Jugendhilfestatistik, bewahrheitet sich dieser Tage einmal mehr für das Feld der Hilfen zur Erziehung. Nicht nur gewinnt die Realisierung einer statistischen Erfassung von Hilfen gem. § 27,2 SGB VIII deutlich an Konturen. Zudem zeichnet sich eine Vereinfachung des Erhebungsverfahrens ab. Es wird die Möglichkeit diskutiert, die Auskunftspflicht der freien Träger für die ambulanten Erziehungshilfen auf die Jugendämter zu übertragen. 

KomDat  greift dieses Mal mit der Betreuung für die unter 3-Jährigen ein aktuelles politisches Thema auf. Wie bereits in der letzten Legislaturperiode angekündigt, hat die Bundesregierung nach der Wahl dieses weit oben auf der sozialpolitischen Agenda positioniert. Anders als zahlreiche andere Beiträge hierzu widmen sich die statistischen Analysen allerdings nicht der Frage nach den Finanzen, sondern fokussiert vielmehr die damit verbundenen und noch nicht ausreichend erörterten fachlichen Herausforderungen.

 

Betreuung der unter 3-Jährigen - aber wie?

Mit der Koalitionsvereinbarung von SPD und Grünen wurde für die 21. Legislaturperiode der flächendeckende Ausbau der Betreuungsangebote für unter 3-Jährige festgelegt. "Der Bund wir durch eine gesetzliche Regelung sicherstellen, dass in dieser Legislaturperiode in jedem Bundesland eine bedarfsgerechte Betreuungsquote für Kinder unter drei Jahren von mindestens 20 Prozent erreicht wird." Im Folgenden wird nicht der Frage nachgegangen, ob und wie dieses ehrgeizige Ziel über die Einsparungen der Kommunen durch die Umsetzung der Hartz-Vorschläge erreicht wird. Vielmehr gilt es aufzuzeigen, in welchen Einrichtungs- bzw. Gruppenformen die Angebote für unter 3-Jährige bisher erfolgten, um qualitative Herausforderungen für den Ausbau zu benennen. 

 

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