AKJ stat
Forschungsverbund DJI

Ausgabe 2/2002 (Download als PDF)

Editorial


Als einer der Vermittler zwischen  Politik und Wissenschaft mit "gesellschaftspolitischem Spürsinn" begrüßte Anfang diesen Monats die Ministerin Bergmann Prof. Rauschenbach als neuen Direktor Des Deutschen Jugendinstituts (DJI) im Rahmen der offiziellen Amtseinführung. Die AKJStat wird mit dieser Veränderung ihres Leiters zukünftig in Kontexten eines Forschungsverbundes DJI/Universität Dortmund die Zusammenarbeit mit dem größten außeruniversitären Forschungsinstitut zu Kinder-, Jugend-, Frauen- und Familienfragen weiter intensivieren. Dabei werden Fragen einer empirischen Dauerbeobachtung im Mittelpunkt stehen.

"Empirie" und "Dauerbeobachtung" sind Stichwörter, die für zwei Großveranstaltungen im September zu Arbeitsfeldern der Jugendhilfe u.a. von Bedeutung sind. Anlässlich des bundesweiten Arbeitskongresses in Dortmund (16.-18.09) fragt KomDat nach der Notwendigkeit empirischen Wissens für die Kinder- und Jugendarbeit. Zum von der IGFH ausgerichteten "FICE Congress Berlin 2002" (17.-21.09) greift KomDat das Thema flexible, integrierte Hilfen sowie einen Ländervergleich zu den Fallzahlen bei den Hilfen gemäß §35a SGB VIII auf.

Jugendarbeit auf dem "heißen Stuhl"

Wie viele Beschäftigte werden in der Kinder- und Jugendarbeit (kurz: Jugendarbeit) gezählt? Wie hoch ist die Zahl der Freiwilligen? Wie viele junge Menschen besuchen Einrichtungen oder nehmen an Angeboten teil? Was bewirken mehr als 1,4 Mrd. EUR, die jährlich seitens der öffentlichen Träger für Jugendarbeit ausgegeben werden? Diese und andere Fragen werden an die Jugendarbeit in der gegenwärtigen Situation häufiger gestellt. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass man auf die angeblich krisengeschüttelte Wachstumsbranche Jugendarbeit in den landes- und kommunalpolitischen Graben- und Verteilungskämpfen um finanzielle Ressourcen zunehmend aufmerksam wird, dass man in Folge dessen von den Akteuren verlangt, doch endlich mal die "Karten" zu der eigenen Leistungsbilanz offen auf den Tisch zu legen. Doch welche Antworten können hierauf gegeben und auf welche Datenquellen kann dabei zurückgegriffen werden?

 

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