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Forschungsverbund DJI

Ausgabe 3/2000 (Download als PDF)

Editorial


Diese Ausgabe von KomDat steht mehr noch als seine Vorgänger ganz im Zeichen der Aktualität. Die Beiträge zum Personal im Jugendamt, zu den Trägern der freien Kinder- und Jugendhilfe sowie zu den Adoptionen und zum Personal in der Kinder- und Jugendarbeit basieren entweder auf den soeben veröffentlichten Bundesergebnissen der Einrichtungs- und Personalstatistik zum 31.12.1998 oder aber auf den erst z.T. vorliegenden aktuellen amtlichen Daten des Jahres 1999 zu den Hilfen zur Erziehung, der Inobhutnahme und der Adoption.

Mit der Veröffentlichung der 99er Daten Ende des Jahres 2000 ist es dem Statistischen Bundesamt gelungen, nicht einmal 12 Monate nach Ende des letzten Berichtsjahres die ersten Daten für das Bundesgebiet zu veröffentlichen. Im Horizont sich rasch verändernder Rahmenbedingungen und einer wachsenden Bedeutung von Planung und Steuerung wird eine zeitnahe Veröffentlichung amtlicher Datensätze immer wichtiger. Deshalb sind wir bemüht, Ergebnisse und Befunde möglichst rasch aufzubereiten und weiterzugeben. 

Das Personal im Jugendamt

Trotz der Bedeutung und den Besonderheiten des kommunalen Jugendamtes stellt sich das empirisch gesicherte und bundesweit verfügbare Wissen zu wesentlichen Aspekten dieses teils der Kommunalverwaltung immer noch als rudimentär dar. Dies gilt nicht zuletzt für die Personal und Qualifikationsstruktur der Jugendämter; hierzu liegen nur wenige Befunde vor (vgl. Seckinger u.a. 1998; Kreft/Lukas 1991; BMFJ 1972). Infolgedessen stellt sich die Frage, welche Informationen die Kinder- und Jugendhilfestatistik zur Personalstruktur des kommunalen Jugendamtes liefern kann. 

  • 6 % des Personals der Kinder und Jugendhilfe arbeitet im Jugendamt.
  • Die hauptsächliche Tätigkeit des Personals im Jugendamt ist adressatenbezogen.
  • Das Personal im Jugendamt hat ein deutlich höheres Qualifikationsprofil als das Personal in anderen Arbeitsfeldern.

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