AKJ stat
Forschungsverbund DJI

Ausgabe 1/2000 (Download als PDF)

Editorial


Anfang diesen Jahres wurden vom Statistischen Bundesamt die Erhebungsergebnisse der jährlichen Statistiken für das Jahr 1998 zur Kinder- und Jugendhilfe vorgelegt. Die ersten diesbezüglichen Analysen der AKJStat stellen die Schwerpunktthemen dieser Ausgabe dar.

Die Erhebungsergebnisse der verbesserte Einrichtungs- und Personalstatistik für den Stichtag 31.12.98 liegen leider noch nicht vor. Allerdings war es der AKJStat im Rahmen einer Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen möglich, erste vorläufige Ergebnisse zur Einrichtungs- und Personalstruktur der Kinder- und Jugendhilfe in NRW zu analysieren. Eine Auswahl dieser Ergebnisse haben wir in diesem Heft kurz notiert.

Darüber hinaus wird das Spektrum der Informationsdarstellung von KomDat durch ein Interview über die Nutzungsmöglichkeiten kreisbezogener Erhebungsergebnisse für die kommunale Jugendhilfeplanung erweitert.

Zwischen Wachstum und Wandel
Trends zu den Erziehungshilfedaten 1998

Wird das Aufwachsen für junge Menschen innerhalb und außerhalb der Familie immer schwieriger? Stoßen Familien ihrerseits immer häufiger an ihre Leistungsgrenzen in Fragen der Erziehung? Werden sozialisationsbedingte Reibungsprozesse von Kindern und Jugendlichen übermäßig pädagogisiert? Oder hat sich das durch das KJHG vorgegebene Leitbild der Hilfen zur Erziehung von einem niedrigschwelligen, präventiven und familienorientierten Dienstleistungsangebot in der Wahrnehmung der Menschen etabliert? Diese und andere Fragestellungen stellen sich erneut, betrachtet man die steigenden, aktuell seitens des Statistischen Bundesamtes herausgegeben Fallzahlen zu den Erziehungshilfen des Jahres 1998. 

Das Leistungsspektrum der Erziehungshilfen stellt auch 1998 insgesamt ein wachsendes Segment der Kinder- und Jugendhilfe dar.

Innerhalb des Spektrums der Hilfen zur Erziehung setzt sich 1998 der in den letzten Jahren sich bereits andeutende Trend zu einer »Ambulantisierung« der Erziehungshilfen gerade bei den jüngeren AdressatInnen fort.

 Zum Inhaltsverzeichnis