AKJ stat
Forschungsverbund DJI

Ausgabe 3/1999 (Download als PDF)

 

Editorial


KomDat Jugendhilfe ist als Organ der AKJStat nicht nur darauf ausgerichtet, die zuletzt verfügbaren Erhebungsergebnisse der KJHG-Statistik kurz darzustellen und fachlich zu kommentieren. Vielmehr lebt KomDat gerade auch von den Widersprüchen und Ergänzungen seiner Leserschaft. Gleichgültig ob zur Frage nach der Kostenexplosion in der Jugendhilfe oder zum Trägerspektrum in der Jugendarbeit, bieten die hieraus erwachsenden Diskussionen immer wieder neue Anregungen für die fachliche Auseinandersetzung mit den Ergebnissen und dem Instrument der KJHG-Statistik. In der letzten Ausgabe diesen Jahres setzt sich Frau Weber kritisch mit dem Beitrag »Mädchen ? benachteiligt in der Erziehungshilfe? aus Heft 2/99 auseinander

Erstmalig wirft KomDat Jugendhilfe in dieser Ausgabe einen Blick über die nationalen Grenzen hinaus in die USA. Ein vergleichender Blick stellt die Fremdunterbringungspraxis der Vereinigten Staaten der in der Bundesrepublik gegenüber.

Beratungsexpansion in der Jugendhilfe

Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Modernisierungsprozesse wird immer wieder auf ein wachsendes Beratungsbedürfnis hingewiesen, das zunehmend nur durch Einsatz von ExpertInnen abgedeckt werden kann (vgl. Hofman 1995). Im Zuge dessen gewinnt das Handlungsfeld Beratung sowie seine Formen der Institutionalisierung an Bedeutung und ist zu einem kontinuierlich expandierenden Arbeitsbereich für PädagogInnen in verschiedenen Praxisfeldern geworden (vgl. Engel/Nestmann 1995).   

Folgende zentrale Befunde werden in dem Beitrag behandelt:

    • Das Feld der Beratung ist in der Kinder- und Jugendhilfe ein expandierender Arbeitsbereich.

    • Angleichung der quantitativen Inanspruchnahme von Beratungsleistungen im Rahmen der Hilfen zur Erziehung zwischen Ost- und Westdeutschland.

    • Differenz zwischen Ost- und Westdeutschland beim Alter der Adressaten sowie der Zugänge zur institutionellen Beratung.

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